Vergangene Ausstellung

 


Onorio Mansutti

Kunstlicht – Lichtkunst

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit!

Karl Valentin

 

01. Februar – 28. Februar 2019

Vernissage Freitag, 01. Februar, 18 – 20 Uhr

Einführung 18:15 Raphael Suter

Führung jeden Mittwoch um 18 Uhr persönliche Führung mit kleinem Apéro

Finissage Donnerstag, 28. Februar 17 – 19 Uhr

Onorio Mansutti dankt der Firma REGENT für ihre technische Unterstützung.

 

Die aktuelle, Kunstlicht – Lichtkunst betitelte Ausstellung des Baslers Onorio Mansutti verleiht den Räumen des RappazMuseums mit den an beleuchtete Kirchenfenster erinnernden Exponaten eine gleichsam sakrale Atmosphäre. Mansutti, der als international tätiger Modefotograf jahrzehntelang die massgeblichsten Schönen einer vergangenen Epoche auf Zelluloid bannte, hat sich aktuell als ein Künstler präsentiert, der zu seinen Ursprüngen als Typograf zurückkehrt, indem er vielfältigste öffentlich zugängliche Buchstaben abfotografiert. Diese von Hinweis- und Strassenschildern, von Plakaten oder Werbetafeln stammenden Schriftzeichen ordnet er nach einem genauestens durchdachten System auf Kunstlicht-Trägern neu an zu, wie er es nennt: Lettrografien. Die auf diese Weise wiedergegebenen Botschaften haben mit jeglichem kirchlichen Kontext kaum noch etwas gemein, vielmehr bilden sie allerlei philosophische Erkenntnisse ab, etwa Alltagsweisheiten von so unterschiedlichen Geistern wie Christian Morgenstern, Frank Zappa, Albert Einstein oder Seneca. Diese reichen von humorig Formuliertem eines Johannes Nestroy: Wenn alle Stricke reissen hänge ich mich auf, über Emil Cioran: Ohne die Melancholie würden die Nachtigallen rülpsen, bis zu Nachdenklichem des von Mansutti besonders geschätzten Karl Valentin: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde oder auch von Karl Kraus: Herr vergib ihnen denn sie wissen was sie tun.
Mit Kunstlicht – Lichtkunst präsentiert Mansutti eine Ausstellung zum Schauen, Lesen, Innehalten, Staunen. Sie endet am 28. Februar. Jeweils mittwochs ab 18 Uhr bietet der Künstler eine Führung an und lädt zu Gespräch und kleinem Apéro ein.

Udo Breger

 

 

 

 

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Fotos: Egge

 

 

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